Die Wahrheit tut manchmal weh

 

Die Raumakustik ist ein, wenn nicht DER wesentliche Bestandteil einer guten und erlebnisreichen Musikwiedergabe. Raumresonanzen und Nachhallzeiten bestimmen den Klang einer Anlage viel stärker, als so manchem Hersteller lieb ist. Medien und Handel haben das Thema jahrzehntelang heruntergespielt, weil die Raumakustik früherer Jahre mit den Ansprüchen an eine Wohnraum-Ästhetik nicht vereinbar war und wohnraumfreundliche Lösungen fehlten. Da sind wir heute sehr viel weiter. My Sound kooperiert mit Akustik-Profis auf der ganzen Welt und hat dadurch eine breite Palette effizienter, aber unauffälliger Absorber und Diffusoren zur Verfügung. Prinzipiell unterteilt man die Raumakustik in zwei Bereiche: Den Bereich unter der so genannten Schröder-Frequenz (etwa 250 Hertz) und den Bereich darüber. Der untere Bereich wird dominiert von einzelnen Raumresonanzen, die man sehr gezielt angehen sollte, der obere Bereich wird dominiert von Nachhallzeiten, die man mit Breitband-Absorbern oder mit Diffusoren in den Griff bekommt.

Wichtig ist das umfängliche Wissen um die Raumakustik. Heutzutage fast noch wichtiger aber ist das Wissen um Raumakustik-Elemente, die effizient sind UND sich absolut harmonisch in Ihr Wohnambiente einfügen. Denn niemand will ja aus seinem Wohnzimmer ein professionelles Studio machen. Dort, wo es keine ästhetische Lösung gibt, fertigen wir sie selbst. Mittlerweile haben wir eine große Erfahrung in der Konstruktion von Helmholtz-Resonatoren, mit denen man sehr gezielt Raumresonanzen im Raum eliminieren kann. Viele Hersteller – allen voran Linn – suggerieren, dass man diese Dröhnfrequenzen auch mittels digitaler Signalprozessoren (DSP’s) elektronisch könne. Das ist leider nur zum Teil richtig. Zum einen funktioniert die optimale elektrische Korrektur der Raumakustik nur an einem Platz (!) im Hörraum. Zum anderen hat man bei dem im DSP veränderten Signal immer das Gefühl, klanglich würde etwas fehlen. Insgesamt dröhnt es zwar weniger, aber die Musik klingt dünner und matter. Mal ganz davon abgesehen, dass diese Variante für Verfechter der analogen Wiedergabe – also Plattenspieler, Phonostufe, Vollverstärker, Lautsprecher – sowieso nicht in Frage kommt. Denn für die Korrektur im DSP muss das Signal zuerst von Analog auf Digital und nach der Bearbeitung des Signals von Digital auf Analog zurückgewandelt werden. Klangförderlich ist das sicher nicht.

Nein, die einzig wahre und klanglich überlegene Raumakustik ist immer noch mechanisch: mit speziellen Raumakustik-Elementen, die auch akustische Vorhänge oder Holzelemente beinhalten können. Wichtig ist, dass alles einem einheitlichen Konzept folgt. Denn es geht ja nicht nur im HiFi: In einem akustisch guten Raum lässt es sich auch besser reden, fernsehen, sein: man fühlt sich wohler.

 

Der Starnberger See
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Akustik
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Unsere Philosophie / Akustik

Viele Möglichkeiten - Ein Konzept

 

Hört man als Musikfreund das Wort „Wohnraumakustik“, setzt das fast immer eine wenig schöne Assoziationskette in Gang. Man ahnt, dass man zu wenig getan hat und man fürchtet – wenn man konsequent sein will – dass man den Hörraum (beziehungsweise das Wohnzimmer) mit raumgreifenden, wenig schönen Schaumstoffen pflastern muss. Und das widerstrebt nicht nur allzu oft dem eigenen Sinn für Ästhetik – es ist normalerweise vor weniger audiophilen Ehepartnern kaum darstellbar. Doch diese Angst vor der Raumakustik ist unbegründet. Zum einen führt eine gute Akustik auch zu einem angenehmeren Wohnklima. Zum anderen muss eine gute Raumakustik nicht schlecht aussehen. Wir planen ein ganzheitliches Konzept: Design und akustisches Ergebnis verschmelzen in einer ästhetisch anspruchsvollen Symbiose. Dazu muss man natürlich wissen, welche Schritte in welcher raumakustischen Situation gemacht werden müssen. Verschiedene Materialien und  akustisch transparente Stoffe in allen Größen geben uns die Möglichkeiten für eine Lösung, mit der Sie sich wohlfühlen.

 

Diffusor

 

Diffusoren sind die am meisten unterschätzten Bausteine für eine wirklich gute Akustik. Man braucht fast immer Absorption, aber man braucht auch fast immer die Diffusion des Schalls. Was ist darunter zu verstehen? Trifft ein Schallstrahl auf einen Diffusor, so zerstreut der durch seinen ungleichmäßigen Aufbau den einen Schallstrahl in viele kleine. Hier geht es vor allem um den Erhalt von Hochtonenergie im Raum. Je besser das funktioniert (die Mailänder Scala ist ein hervorragendes Beispiel dafür), umso luftiger, feiner und realer ist der Klang. Es gibt viele Arten von Diffusoren. Das können auch Möbel wie Bücherregale oder Wandverkleidungen aus Schindeln (die grob gespalten sind) sein. Für extrem effiziente Lösungen verwenden wir nicht die üblichen Diffusoren mit gebogenen Formen oder unterschiedlichen Ebenen (bestes Beispiel die „Setzkästen“). Wir haben die besten Erfahrungen mit den Modellen des schwedischen Akustikers Matts Odemalm von SMT gemacht. Die reflektieren nicht nur die Schallwellen diffus in den Raum, sondern erzeugen durch längere Kanäle bei dem auftreffenden Schall eine Verzögerung von bis zu 5 Millisekunden. Das ist viel und führt zu einem akustisch erweiterten Raum. Man hat nicht das Gefühl, in einem beengten Musikzimmer zu sitzen, vielmehr in einem großen Konzertsaal. Und fast das Beste: Es gibt diese Verzögerungs-Diffusoren auch aus transparentem Acryl, man kann sie also auch vor das Fenster stellen.


 

Absorber

 

Absorber sind die einfachste und günstigste Möglichkeit, akustische Verbesserungen zu erzielen. Absorber können vielfältige Formen haben: Gardinen sind hervorragende Absorber, Teppiche ebenfalls. Mit diesen beiden Varianten kommen ja schnell einige Quadratmeter zusammen. Absorber müssen daher immer mit Maß eingesetzt werden, um nicht den Klang zu verschlechtern. Denn wie schon erwähnt: Zu viel Absorption führt zu einer „dumpfen“ Wiedergabe, die keine Lebendigkeit und keine Luftigkeit hat. Moderne Absorber arbeiten deshalb immer auch breitbandig , denn Vorhänge, Teppiche und andere Materialien wirken oft nur auf bestimmte Mittel- Hochtonfrequenzen. Unsere Absober sind noch ein wenig smarter: Sie lassen sich auch perfekt hinter Bildern verstecken.

Eine besondere Herausforderung sind Glasflächen. Große Fenster sind oft das elementare Akustik-Problem in modernen Wohnräumen. Große Fenster schwingen und werden so zu (meist erwünschten) Tieftonabsorbern, reflektieren aber ungebremst den gesamten Mittel- Hochtonbereich: Der Klang wird hallig und eigenwillig hart. Auch ohne Musik wirkt dieser akustische Umstand oft unangenehm, denn auch das Gespräch mit dem Gegenüber oder der Fernsehton ist schlechter zu verstehen. Vorhänge können eine Lösung sein, absorbieren aber meist sehr frequenzselektiv. Außerdem will man ja seinen bewusst „lichten“ Raum nicht mit Stoff verdunkeln. Wir haben spezielle, transparente Akustikvorhänge im Programm, die mikroperforiert sind. Mit Hilfe von Millionen kleinster, nahezu unsichtbarer Mini-Löchern sorgen sie für eine gute Absorption im Mittelhochtonbereich. Und zwar sehr breitbandig, gleichmäßig und effektiv.

Bass Treatment

 

Der Tiefton ist der anspruchsvollste Bereich in der Raumakustik. Denn jeder Raum hat Tieftonresonanzen, jeder Raum dröhnt (hat also Bass-Überhöhungen), wenn man die Lautsprecher falsch aufstellt. Aber jeder Raum hat auch Punkte, an denen der Bass viel zu dünn klingt. Fehlt der Bass in starkem Maße, hat man es mit einer Auslöschung zu tun. Auslöschungen sind eine normale, aber für HiFi-Freunde fiese Angelegenheit: Man kann auch über Equalizer so viel Bassenergie zugeben wie man will, es wird immer genau so viel Energie ausgelöscht, wie man hineinsteckt. Da helfen keine Subwoofer, keine Equalizer und schon gar keine neuen Kabel.

Eine richtige Aufstellung des Lautsprechers ist daher genau so essentiell wie die richtige Auswahl. Räume, die eine ungünstige Tieftonresonanz auf Grund der Geometrie oder Bauweise (zum Beispiel L-Form) haben, benötigen bei größeren Standlautsprechern eine Lösung für Tieftonabsorption. Eine elektronische Raumkorrektur, wie sie in vielen AV-Receivern zu finden ist, kann eine unkomplizierte Lösung sein – vorausgesetzt, sie ist gut gemacht und bietet im Tieftonbereich ausreichend Möglichkeiten. Man muss sich bei Raumkorrektur-Systemen aber immer vor Augen halten, dass wir es hier mit Computerprogrammen zu tun haben: Sie können nicht denken und sie können nicht hören. Sie versuchen lediglich den Frequenzgang zu glätten – unabhängig davon, wie diese Linearisierung klingt. Mit etwas Pech nimmt Ihnen die Raumkorrektur die ganze Dynamik aus dem System. Weil wir sehr viel mit Raumkorrekturen gearbeitet haben, wissen wir auch, welche DSP-Prozessoren die Besten am Markt sind: Anthem, McIntosh, Triad und Trinnov. Alle vier bieten vielseitige Lösungen an, um eine wirklich ordentliche Raumakustik am Hörplatz zu erstellen. Trotzdem muss man auch hier probieren, hören – und sich dann für den richtigen Weg entscheiden. Bei dieser Entscheidungsfindung stehen wir Ihnen natürlich gern zur Seite.

Doch die elektronische Raumkorrektur ist nur der zweitbeste Weg zum besten Klang. Der Königsweg sind mechanische Tieftonabsorber. Die Physik bietet hier zwei Varianten: Plattenabsorber oder Helmholzresonatoren. Plattenabsorber sind optisch gut vertretbar, aber sie agieren meist sehr breitbandig, also nicht so effektiv. Helmholzresonatoren dagegen sind extrem effektiv, weil man sie auf schmale Frequenzbereiche einstellen kann. Aber fertige Lösungen auf „vorberechnete“ Frequenzen sind in der Praxis oft unwirksam und als Standardlösung optisch nicht verwendbar. Denn wer möchte sich schon große, Boxen-ähnliche Gehäuse in die Ecke seines Wohnzimmers stellen? Wir gehen einen anderen Weg und integrieren diese Absorber als maßgeschneiderte Konstruktionen im Hörraum. In unserem Show-Room mit der Wilson Audio Alexandria XLF haben wir diese Helmholtz-Resonatoren in der Ecke zwischen Fenster und Seitenwand integriert. Und? Können Sie die Absorber erkennen? Unsere individuell gefertigten Lösungen sind nicht nur äußerst dezent, sondern Dank der variablen Ports auch präzise auf die Dröhnfrequenzen einzustellen.

 

 

 

 

 

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